Was ist MS?

Multiple Sklerose, auch Encephalomyelitis disseminata genannt, ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems bei meist jungen Menschen, die sehr unterschiedlich verläuft. So kann MS selten in kurzer Zeit zu schweren Beeinträchtigungen führen oder auch ein Leben lang unerkannt bleiben.

Die Ursachen der MS sind bis heute nicht geklärt. Grundsätzlich geht man aber von einer entzündlichen Entstehung aus, wobei es auch Formen gibt, bei denen so genannte degenerative (das heißt Gewebezerstörung ohne Entzündung) Prozesse im Vordergrund stehen.

Der Name Multiple Sklerose leitet sich daraus ab, dass an verschiedenen Stellen im Gehirn und Rückenmark (= multipel) Vernarbungen (= Sklerosen) nachzuweisen sind. Ursprünglich ging man davon aus, dass bei der MS vor allem die Isolationsschicht der Nervenfasern, das so genannte Myelin, von körpereigenen Zellen angegriffen wird. Inzwischen ist klarer geworden, dass auch die Nervenzellen selbst Zielpunkt der Attacken sind.