Der evidenzbasiert informierte Multiple-Sklerose-Patient

Risikokommunikation zwischen Arzt und Patient

Die Risikokommunikation als Teil des Miteinanders von Arzt und Patient sollte so gestaltet sein, dass Patienten informiert entscheiden können. Information ist die Grundlage für ein gründliches Abwägen der Handlungsoptionen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die wissenschaftliche Informationslage von Uneindeutigkeit und Ungewissheit geprägt ist.

Die Kommunikation solcher Ungewissheiten ist sowohl im Arzt-Patienten-Gespräch als auch bei der Entwicklung von evidenzbasierten Informationsmaterialien der Dreh- und Angelpunkt. Zwei zentrale Behandlungsentscheidungen im Bereich der multiplen Sklerose (MS) sollen hier verdeutlichen, wie Patienten bei der Informationsverarbeitung geholfen werden kann.

Der Einsatz solcher Hilfen als Vorbereitung auf eine Entscheidung kann die Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessern. Wenn Patienten die Grundlagen der wissenschaftlichen Beurteilung einer medizinischen Entscheidung zur Kenntnis nehmen, wächst ihr Handlungsspielraum. Sie können dann auch entscheiden, an welchen Entscheidungen oder in welcher Phase einer Entscheidung sie den Arzt beteiligen wollen.

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Quelle: klinikarzt 2007; 36 (1): 43–47