Alltagshilfe durch soziale Hilfs- und Betreuungsdienste

Einkaufsbegleitung etc.: Angebote für behinderte, kranke und ältere Menschen

Ob man gelegentlich Hilfe für Alltägliches braucht oder öfters – ob einem eine Begleitung beim Spazierengehen oder Einkaufen fehlt, Hilfe nicht nur beim Haushalt oder einfach Gesellschaft: viele erwarten, dass sie darauf verzichten müssen, wenn sie nicht mehr mobil sind und wenn sich nicht "von selbst" etwas ergibt.

Außerdem befürchtet man, dass die angebotene Unterstützung unbezahlbar und zu teuer sein würde.

Sicher ist es häufig kostenmäßig schwierig – aber es gibt doch mehr Gestaltungsmöglichkeiten als man denkt. Wenn es um allgemeine Hilfen bei der Bewältigung des Alltags geht (und nicht darum, den Pflegedienst oder Reinigungskräfte zu ersetzen): hier ein paar Anregungen.

→ Für Menschen, die nicht gerade wohlhabend sind, gibt es Angebote mit geringeren Kosten, bei denen nur eine gewisse Selbstbeteiligung zu zahlen ist.

Beispielhaft die Namen einiger Anbieter von sozialen Dienstleitungen, die in Hamburg aktiv sind: z.B. Koala (Kooperation Arbeiten, Lernen und Ausbildung) e. V betreibt die folgenden Services

Helpslüüd (Eimsbüttel) , FamilienService (Lurup) , StützPunkt (Altona) , FamilienService (Osdorf). In Wilhelmsburg bietet die AIW(Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg) soziale Betreuung an. Dienste in anderen Stadtteilen bzw. in anderen Städten suchen Sie bitte am Besten aktuell selbst heraus.

Der übliche Eigenanteil liegt 1 oder 2 Euro für Personen mit geringem Einkommen, die Einkommensgrenze dafür liegt bei bis zu ca. 1.500 Euro.

→ Einkommensunabhängig kann man z.B. die Hilfe von "SeniorPartner Diakonie Hamburg" in Anspruch nehmen. Dies Angebot richtet sich vor allem an Ältere, aber es gibt im Einzelfall auch Besuchsdienste bei Menschen unter 60 Jahren. Die Freiwilligen werden an 5 Standorten in Hamburg eingesetzt, sie kommen nach Haus gegen einen Eigenanteil von 8,- Euro pro Stunde. Üblich sind 1 bis 2 mehrstündige Besuche in der Woche.

An vielen Orten gibt es Kurse für ehrenamtliche Senioren-Begleitung. Die Absolventinnen und Absolventen sind ehrenamtlich in Senioren- und Behindertenheimen aktiv, aber teils auch mit Hausbesuchen. Auch hierzu gibt es keine flächendeckende Übersicht, die die Ansprechpartner in den unterschiedlichen Regionen aufführt – eine Zusammenstellung jeweils aktuell zu halten wäre aufwendig. Aber bei der lokalen DMSG, bei Selbsthilfegruppen oder kirchlichen Organisationen und Sozialverbänden wie bei den Seniorenverbänden wird man Ihnen mit den örtlichen Anschriften sicher weiter helfen können.

→ Wenn Geld nicht das Haupt-Problem ist: zur konkreten Umsetzung siehe unsere Info-Blätter zur ambulanten Haushaltshilfe.

Für andere Hilfen (nicht Pflege oder Reinigungskräfte) kann man bei den Kleinanzeigen unter dem Stichwort Seniorenbegleitung diverse Angebote finden. Für privat bezahlte Senioren-begleiter/innen findet sich ein Stundensatz von ca. 25 Euro. Kosten für "haushaltsnahe Dienstleistungen" kann man von den Steuern abziehen.

 

R. K.

Juli 2010

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